Konzerte für Orchester und Orgel von Händel und Poulenc, außerdem Werke von J.S. Bach
Orgel: Anna Linß
Camerata 2000
Leitung: Johannes Blomenkamp

 Im Vorverkauf günstiger: 10 € (erm. 6 €)
2 € Aufpreis an der Abendkasse
Vorverkauf bei Buchhandlung Mächtlinger, Musik Schlaile und online.

 Online-Ticket

Am 19. Dezember 1999 war die Freude in der Stadtkirche Durlach groß. Die Gemeinde stellte ihre von der Luzerner Firma Goll komplett neu aufgebaute Konzertorgel mit vier Werken (Pedal, Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk) in Dienst. Auf diesen Moment hatten viele Beteiligte unter Federführung des damaligen Kantors und Professors für Orgelimprovisation Hans Martin Corrinth mehr als zehn Jahre lang hingearbeitet und fieberten ihm oft sicherlich sehnsüchtig entgegen. Denn die direkte Vorgängerin der heutigen Orgel missfiel bei Zuhörenden und Spielenden: „Von Anfang an gab das Instrument [Baujahr 1968] Anlass zu ständigem Ärger. Handwerkliche Mängel führten dazu, dass konzertantes Orgelspiel unmöglich, gottesdienstliches Orgelspiel nur noch sehr eingeschränkt möglich war“, erinnert Corrinth in seinem Beitrag zur Festschrift anlässlich der Orgelweihe vor 20 Jahren.
Es mag auch an diesen bitteren Erfahrungen gelegen haben, dass er bei der Planung des heutigen Instruments ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl beständiger Materialien und eine handwerklich hervorragende Ausführung insbesondere der Spielanlage legte. Diese ist rein mechanisch. Trotzdem erhielt das heutige Instrument eine Vorrichtung, mit der Spielerinnen und Spieler vielfältige Kombinationen der Register, also Klangfarben, vorab speichern und bei der Aufführung per Knopfdruck oder Fußtschalter abrufen können. Sehr viele Kompositionen ab dem 19 Jahrhundert erfordern diese sogenannte Setzeranlage. Das alles gelang unter Wahrung der klingenden und architektonischen historischen Substanz. Die Ursprünge des Instruments gehen zurück in das Jahr 1759, in dem die erste Orgel der Stadtkirche Durlach vom damaligen Hunsrücker Orgelbauer Stumm erbaut wurde. Register wie der Prinzipal 8‘ des Hauptwerks und die Oktave 4‘ des Positivs klingen heute immer noch und man blickt auf diese, wenn man sich den ebenfalls unveränderten Originalprospekt ansieht.