Die Landeskirche in Baden verleiht dem Karlsruher Bezirkskantor Johannes Blomenkamp den Titel „Kirchenmusikdirektor“. Dies  teilte sie am 4. März offiziell mit .

Im Zuge dieser Ankündigung erklärt Landeskirchenmusikdirektor Kord Michaelis: „Karlsruhe hat sich in den letzten Jahren zu einem deutschlandweit beachteten Zentrum der evangelischen Kirchenmusik entwickelt. Das ist nicht zuletzt der sehr guten Teamarbeit der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker unter Leitung von Bezirkskantor Johannes Blomenkamp zu verdanken.“

So initiierte Blomenkamp u. a. das Karlsruher Singalong, Bachs Weihnachtsoratorium zum Mitsingen, das weit über die Grenzen der Stadt hinaus bei Sängerinnen und Sängern beliebt ist. Direkt nach Amtsantritt im Jahr 2007 gründete er den Gospel- und Jazzchor spirited voices, den er bis 2020 leitete und mit dem er 2013 den Landeschorwettbewerb Baden-Württemberg in der Kategorie „Populäre Chormusik, a cappella“ gewann.

Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die zahlreichen Musikerinnen und Musiker, die diese Tätigkeit nebenberuflich oder ehrenamtlich im Kirchenbezirk Karlsruhe ausüben. Sei es als Organistin, Chorleiter oder in der Posaunen- und Ensemblearbeit. Das Bezirkskantorat Karlsruhe ist eine zentrale Anlaufstelle für alle kirchenmusikalischen Belange innerhalb der Evangelischen Kirche in Karlsruhe.

Als Kantor der Stadtkirche Durlach führt Blomenkamp die dortige traditionsreicher Kirchenmusik zeitgemäß fort. So bildet er die Kinder in der Durlacher Singschule zusammen mit einem Team von Kolleginnen und Kollegen zunächst in getrennten Mädchen- und Knabenchören aus. Erst in der Jugendkantorei musizieren sie dann gemeinsam. Mit der Durlacher Kantorei pflegt er nicht nur ein klassisches Repertoire, sondern stellt immer wieder zeitgenössische Kompositionen vor. So wiederholte er mit der Kantorei noch am Vorabend des ersten Lockdowns im März 2020 im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ das Oratorium „Annelies“ über das Leben der Anne Frank.

Als Organist ist es ihm ein Anliegen, mit Kurzformaten wie den „Karlsruher Orgelspaziergängen“ am Tag des offenen Denkmals oder einem populären Konzert wie „heiter bis rauschend“ am Faschingssamstag neue Zuhörerinnen und Zuhörer für sein Instrument zu begeistern.