Ein Werkstatt-Bericht

Die Anfänge von durlacher-kantorei.de

Als das Internet Mitte der 1990er Jahre laufen lernte und alle Online gingen oder längst drin waren, erkannte man in den Reihen der damaligen Förderkreis-Mitglieder, dass eine eigene Webseite eine hervorragende Möglichkeit ist, um über Konzerte zu informieren oder neue Sängerinnen und Sänger für die Durlacher Kantorei zu gewinnen. Man muss ja nur in Wort und Bild ein wenig von dem präsentieren, was an der Ev. Stadtkirche Durlach musikalisch auf die Beine gestellt wird. Schnell war in den Reihen des eigenen Nachwuchs jemand gefunden, der Webseiten „programmieren“ konnte. Der Förderkreis übernahm die Kosten für das Hosting der Seite, die damals vergleichsweise höher gewesen sein dürften als heute, und nun war auch die Musik an der Stadtkirche Durlach drin!

Seit dieser Zeit sind wir der Tradition treu geblieben, unsere Seiten komplett selbst mit Inhalt zu versorgen und immer aktuell zu halten, was auf der inhaltlichen Ebene sicher gelungen ist. Auf der technischen Seite offenbarte sich mir bei Übernahme im Februar 2014 ein enormer Nachholbedarf.
Der akute Casus: Das Modul zur Abwicklung des Online-Kartenvorverkauf war unwiederbringlich von uns gegangen. In der Software- und Webentwicklung spricht man von „Deprecated Code“, wenn der vorliegende Quelltext von keinem System mehr unterstützt wird. Außerdem konnten wir in Veranstaltungskalendern und sozialen Netzwerken keine direkten Verweise zu einer bestimmten Veranstaltung anbieten, unser Listing in den Suchmaschinen war jenseits von Gut und Böse.

Sanierung

Beim grundlegenden Neuaufbau unserer Seite setzte ich daher folgende Schwerpunkte:

  • Aktualisierung und Ergänzung der vorhandenen Texte und Bilder
  • Jeder Bereich der Seite führt ein Minimum der Informationen mit sich, die Suchmaschinen abfragen.
  • Einfache direkte Adressen: Wichtige Bereiche der Seite können über einfache sprechende Adresse direkt angesurft werden, z. B. durlacher-kantorei.de/orgel oder durlacher-kantorei.de/kontakt/anfahrt
  • So können ausgewählte Inhalte direkt in Veranstaltungskalendern oder sozialen Netzwerken präsentiert werden.
  • Die Seite soll auf allen derzeit gängigen Endgeräten ein dem Endgerät gerechtes Erscheinungsbild aufweisen (responsive Webdesign).
  • Die Seite soll auf derart etablierter und komplett offener Software realisiert werden, so dass wir in den kommenden Jahren ein stets aktuelles System einsetzen, das sich aber (u. a. über flexible Software-Erweiterung) an künftige Entwicklungen anpassen lässt.

Verwendete Software

Diese Internetseite wird mit folgender Open Source Software realisiert (die genauen Lizenzbestimmungen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Projektwebseite):

  • Als grundlegendes Content Management System verwenden wir  Joomla 3.x
  • Das responsive Webdesign wird mit dem für Joomla entwickelten  t3-Framework realisiert
  • Um die Anzeige der Bilder in der jeweils benötigten Größe kümmert sich bei uns die Erweiterung  sigplus - Image Gallery
  • Anmelde- und Bestellformulare realisieren wir mit  visforms

  • Unsere Logos wurden von der Werbe, Marketing- und Designagentur  3We in Bruchsal entworfen. Die farbliche Gestaltung und die gewählte Schriftart orientieren sich sowohl an den Logos, als auch den von w3e für uns entwickelten Printprodukten (Flyer, Plakate, Postkarten etc.)

  • Als Webfont kommt Source Sans Pro von Paul D. Hunt zum Einsatz, die über  Google-Fonts eingebunden wird.

  • Das geographische Kartenmaterial wird jeweils in Echtzeit durch  Open Streetmap generiert.

Dank

Ich danke allen, die sich aktiv an der Neuabfassung und Pflege dieser Seite beteiligen. Sei es durch aktuelles Fotomaterial, das Aufspüren von technischen und orthographischen Fehlern oder die Pflege der zahlreichen online Veranstaltungs-Kalender und unseres Facebook-Angebots. Was wären wir zudem ohne die Sachkenntnis derjenigen, die der Musik an der Stadtkirche Durlach über Jahrzehnte die Treue halten.

Dinge, von denen man nicht weiß, dass sie wichtig sind, findet man mit keiner Suchmaschine. Deshalb bin ich ein Anhänger gut gearbeiteter Standardwerke. Bei der technischen Neukonzeption waren mir zwei umfassend Handbücher ein zuverlässiger Partner:

  • Flexible Boxes von  Peter Müller, ISBN 978-3-8362-2519-9 liefert(e) eine praxisnahe Einführung in HTML 5 und CSS 3 und diskutiert dabei kontrovers, aber praxisnah, den Einsatz derzeit (Frühjahr 2015) gebräuchlicher Webdesign-Standards.
  • Kurz vor dem Ende des Data-Becker-Verlags, legte Daniel Koch in diesem ein umfassendes Kompendium zur komplett neu aufgebauten Version 3 des Content Management Systems Joomla vor (ISBN 978-3-8158-3130-4).

At least many thanks to the active community at  stackoverflow.com. You already had the answers to all my unsolved questions, even before me asking them.

Musica die ganz lieblich Kunst,
ist ehrenwert zu halten.
Sie frischt das Herz,
welchs leidet Schmerz,
tut all Unmut vertreiben,
läßt traurig niemand bleiben.
(Johann Jeep 1581 - 1644)

In den Iden des März 2015,
Johann Christoph Haake

Unser Förderkreis wurde 1989 gegründet, um der Kirchenmusik an der Stadtkirche in Karlsruhe-Durlach ein stabiles finanzielles Fundament zu geben. Wir sind ein eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Beiträge sind daher steuerlich absetzbar. 
Der Förderkreis besteht momentan aus 230 Mitgliedern.

Satzungsmäßige Zwecke unseres Vereins sind die ideelle und finanzielle Unterstützung der Chöre und Instrumentalkreise (Durlacher Kantorei, Jugendkantorei, Kinderchorgruppen, Bläserensemble und Stadtkirchenchor) sowie die Förderung der Aufführungen kirchenmusikalischer Werke in Konzerten und Gottesdiensten.

Eine Mitgliedschaft bei uns bietet:

  • ermäßigten Eintritt zu allen Konzerten
  • kostenlose Kartenreservierung und -zusendung
  • regelmäßige Programm-Informationen über Mitgliedsbriefe

Was wir erreicht haben

Unmittelbarer Anlass für die Gründung des Förderkreises war die sich 1989 abzeichnende, nicht länger aufschiebbare Generalsanierung der historischen Orgel (Gebrüder Stumm, 1759) in der Durlacher Stadtkirche. Dieses schließlich fast 1,3 Mio DM teure Projekt, das mit der Orgeleinweihung im Dezember 1999 seinen erfolgreichen Abschluss fand, stand zehn Jahre lang im Zentrum unserer Bemühungen. Durch Spendensammlungen (Pfeifenpatenschaften), Flohmärkte, die Veranstaltung von Sponsoren-Fahrrad-Rallyes, den Verkauf von CDs, eines Kochbuchs mit Durlacher Rezepten, Orgelwein, Postern und Ansichtskarten konnten wir die Hälfte der Kosten aufbringen und dazu beitragen, dass auch bei der Kirchengemeinde rund 300.000 DM an Spenden eingingen, so dass insgesamt über 900.000 DM an Spenden zusammen kamen. Unsere Mühe hat sich gelohnt. Die Luzerner Orgelbaufirma Goll schuf unter Wahrung des denkmalsgeschützten historischen Pfeifenbestandes (acht Register von Stumm und Voit) ein klanglich und handwerklich herausragendes Instrument, das in unserer Region seinesgleichen sucht und sich weit über diese hinaus großer Beliebtheit erfreut, wovon zahlreiche Gastauftritte renommierter Organistinnen und Organisten in der Reihe Meister der Orgel zeugen.

Trotz der Belastung durch das Orgelbauvorhaben konnte der Förderkreis jedes Jahr mehrere tausend DM zu den laufenden Kosten der kirchenmusikalischen Veranstaltungen beisteuern. Mit Hilfe des Förderkreises wurde im Jahr 2000 ein großes "maßgeschneidertes" Chorpodest erworben. Zu unserem 25jährigen Bestehen im Jahr 2015 haben wir für den Gemeindesaal einen Flügel erworben, da das vorhergehende Instrument nur eine befristete Leihgabe war. 

In den letzten zehn Jahren wurde die Bezuschussung der laufenden Kosten des Kantorats zu unserer wichtigsten Aufgabe. Als unser ehemaliger Kantor Professor Hans Martin Corrinth 2006 in den Ruhestand ging, zeichnete sich ab, dass es der damaligen Kirchengemeinde Durlach nahezu unmöglich gewesen wäre, die Finanzierung einer vollen A-Kirchenmusikerstelle aufrecht zu erhalten. Es gelang, rund 50 Kantorenpaten zu gewinnen, durch deren langfristige Spendenzusage es uns möglich war, der Kirchengemeinde für fünf Jahre die Übernahme von 15 % der Personalkosten zuzusichern. Eine Maßnahme, die unsere A-Stelle für rund zwei Jahre absicherte. Danach fügte es sich, dass durch die Bezirksreform inzwischen alle Karlsruher Kantorinnen und Kantoren direkt beim Kirchenbezirk angestellt sind, somit die Personalkosten inzwischen wieder voll durch kircheneigene Mittel gedeckt werden.

Trotzdem haben viele der Kantorenpaten ihre Spendenzusagen weit über die ursprünglichen fünf Jahre aufrecht erhalten, so dass wir der Gemeinde weiterhin bei den laufenden Kosten des Kantorats sekundieren können. So erhalten die Sängerinnen und Sänger der Kantorei und Jugendkantorei Einzel-Gesangsunterricht. Ferner bezuschussen wir die Kosten einer Assistenzkraft, die einige der Singschulgruppen leitet, wodurch das Kantorat dem erfreulich starken Zuspruch durch die Kinder und Jugendlichen mit profunder musikalischen Erziehung begegnen kann. In diesem Bereich beteiligen wir uns auch immer an den Kosten für Freizeiten und Probenwochenden.
Im Jahr 2015 konnten wir der Stadtkirchengemeinde einen hochwertigen Flügel für den Gemeindesaal, in dem die Chor- und Singschularbeit stattfindet, übergeben. Im Jahr 2016 finanzierten wir für das Durlacher Bläserensemble eine Tuba. Derzeit bemühen wir uns darum, die Arbeit des Ensembles weiterhin finanziell abzusichern, da der Kirchenbezirk, rückwirkend ab Januar 2016, die Personalkosten für die Leitung des Ensembles nicht mehr übernimmt. Zehn Jahre nach dem Erfolg der Aktion „Kantorenpaten“ suchen wir nun Bläserpaten.  Werden Sie Bläserpate (PDF-Dokument)

Machen Sie mit

Wir laden Sie herzlich ein, Mitglied des Förderkreises zu werden.

Der Jahresbeitrag beträgt

  • für Einzelmitglieder 30 €
  • für Ehepaare 50 €
  • für juristische Personen 100 €

Bitte drucken Sie das  Beitrittsformular (PDF-Dokument) aus und senden es ausgefüllt an die im Formular angegebene Vereinsadresse.

Wenn Sie sich nicht durch eine Mitgliedschaft binden wollen, freuen wir uns auch über Einzelspenden!

IBAN: DE08 6619 0000 0003 1998 00
BIC: GENODE61KA

Weitergehende Informationen erteilen Ihnen gerne die Mitglieder des Vorstandes.

  • Ilse Lohmann (1. Vorsitzende)
  • Almuth Grotelüschen
  • Hajo Renner-Motz
  • Christiane Lutz-Holzhauer (Schatzmeisterin)
  • Christian Lieb (Schriftführer)

 Beirat:

  • Johannes Blomenkamp
  • Prof. Dr. Christian Kirchberg
  • Susanne Maria Steimel
  • Joachim Schubart